Die Macht der liegenden Acht

Mit langsamen Schritten bewegen wir uns nun wieder in Richtung der sogenannten „Neuen Normalität“!
Der Lern- und Arbeitsalltag zu Hause konnte von vielen relativ flexibel gestaltet werden – im Alltag „draußen“ braucht es aber wieder vermehrt längere Konzentrationsphasen, um alle Anforderungen bewältigen zu können. Das gilt vor allem für die Kinder, die bald wieder in eine Art „neuen Alltag“ in den Bildungseinrichtungen Kindergarten und Schule starten werden.

Deshalb möchten wir heute eine ganz einfache Übung vorstellen, die dabei hilft, sich besser zu konzentrieren und die die Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften unterstützen kann: die liegende Acht – ein harmonisches, fließendes Zeichen das auch als Symbol für Unendlichkeit gilt.

Die Übung kommt aus der Edu-Kinestetik, einer Spezialrichtung der Angewandten Kinesiologie: es handelt sich dabei zwar um ein wissenschaftlich nicht anerkanntes Diagnose- und Therapieverfahren, aber wer sich schon einmal mit Kinesiologie auseinandergesetzt hat und die positiven Auswirkungen der Übungen bei sich selbst oder seinem eigenen Kind erfahren hat, wird der alternativen Methode wahrscheinlich positiv begegnen.

Im Grunde ist es ganz einfach: wer die liegende Acht immer wieder mal in den Alltag integriert – sei es zwischendurch, oder gezielt ein paar Mal vor einer Tätigkeit, die Konzentration erfordert – wird vielleicht bemerken, dass ihm die Konzentration danach leichter fällt:
Lehrer, die kinesiologische Übungen zu Unterrichtsbeginn anbieten, berichten, dass Schüler Aufgaben fokussierter lösen können und weniger ablenkbar sind. Schüler bemerken, dass ihre krakelige Schrift nach 8er-Übungen „flüssiger“ erscheint, dass ihnen das Schreiben und auch das Zusammenziehen der einzelnen Buchstaben beim Lesen etwas leichter fällt. Kindergartenkindern kann die Übung dabei helfen, ruhiger zu werden, und auch wie bei den Älteren, sich besser zu konzentrieren. Viele sind dabei sehr ausdauernd, besonders wenn wir die Achter-Kugelbahn anbieten und die Kinder die rollende Kugel mit den Augen verfolgen.

Das schwungvolle Nachspuren und das Überkreuzen der Mitte fördert die Motorik, die Auge-Hand-Koordination, die Integration des rechten und linken Gesichtsfeldes, Entspannung der Augenmuskulatur, …
Das Kind soll danach einen größeren Zugriff auf seine Kompetenzen erhalten und Lerninhalte sollen anschließend besser und schneller aufgenommen und verarbeitet werden.

Nachfolgend zeigen wir einige Beispiele, in welchen verschiedenen Formen die liegende Acht umgesetzt werden könnte:

Ein bunter Achter auf großem Papier – der Erwachsene zeichnet eine Linie vor und das Kind darf die Figur nachspuren. Dabei geht es nicht um das exakte Treffen der Linie, sondern vielmehr um den harmonischen Schwung und um die Kreuzung der Mittellinie.
Als Autobahn macht die liegende Acht auch Kindern Spaß, die nicht so gerne zeichnen.
Wer noch Straßenkreide übrig hat, kann die liegende Acht auch ganz groß zeichnen und sie entweder abgehen oder mit dem Laufrad nachfahren.

Eine außergewöhnliche Idee ist, die liegende Acht von unten mit einer Taschenlampe nachzuspuren – so wie in unserem Film:

Wenn die Übungen Spaß machen, könnte eine Achter-Kugelbahn vielleicht eine lohnende Investition sein?

Man kann die liegende Acht mit einem Dirigentenstab in die Luft schwingen, sie mit Malseife an die Duschwand zeichnen, mit dem Finger oder einem kleinen Ast in Sand schreiben, ….

Wer findet noch weitere Möglichkeiten? 🤓

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